Während früher Lineale lediglich eine gerade Kante hatten, haben moderne Lineale meist auch eine Skala, mit der sich Längen messen lassen. Häufig werden auch auf beiden Seiten Skalen aufgebracht, teilweise in unterschiedlichen Maßeinheiten.Mit Geodreicke oder Zeichendreiecke lässt es sich leicht die Gradzahl eines Winkels messen. Die Länge eines Lineal oder Dreikantmaßstab kann sehr verschieden sein, Schüler benutzen meist Lineale aus Kunststoff, in Betrieb und in der Werkstatt sind Lineale bis 100 cm nicht ungewöhnlich, im Maschinenbau sind auch Lineale bis 200 cm anzutreffen. Für genauere geometrische Konstruktionen und Zeichnungen in Schule und Ausbildung werden meist durchsichtige Kunststofflineale verwendet, da diese ein genaueres Ziehen einer Linie ermöglichen, dies erkennt man an den Geodreicken oder Zeichendreiecken. Das Material ermöglicht auch unter dem Lineal liegende Blattbereiche und Markierungen während des Zeichnens zu sehen. Das ist ein großer Vorteil gegenüber einem Lineal aus Holz oder Metall, der gerade beim technischen Zeichnen zum Tragen kommt. Bei einem Lineal zum Zeichnen sind meist auch kleine Noppen an der Unterseite angebracht, die verhindern sollen, dass Tusche oder Tinte unter das Lineal läuft.
Das Zeichendreieck ist heute ein rechtwinkliges, gleichschenkliges Dreieck, das in durchsichtigem Kunststoff, „Plexiglas, Astralon“, ausgeführt ist. Die längste Seite ist die Linealkante; sie trägt eine Zentimetereinteilung mit dem Nullpunkt in der Mitte. Dort beginnt die Mittellinie, die das Zeichengerät in zwei Hälften teilt. Entlang der Schenkel des Zeichendreiecks sind Markierungen im Abstand eines Winkelgrades angebracht, welche die Konstruktion eines Winkels mit der Genauigkeit etwa eines halben Grades erlauben. In das Dreieck eingearbeitete Linien deuten Parallelen zur Linealkante an. Senkrecht dazu ist die Höhe eingezeichnet, mit deren Hilfe sich rechte Winkel genau zeichnen lassen
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